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Forschungsprojekt ::
Sustainability transitions in ko-evolutionärer Perspektive: Das Beispiel organisatorischer und technologischer Neuerungen im Markt für Energiespeicher

Projektbeschreibung

Neben dem Ausbau erneuerbarer Energien ist eine Erhöhung der Speicherkapazität, gerade auch für dezentral erzeugten Strom, ein zentraler Baustein der Energiewende in Deutschland. Tatsächlich erfährt der Markt für Solarstromspeicher aktuell ein ausgesprochen dynamisches Wachstum, gekennzeichnet vom Eintritt neuer Hersteller und rapide steigenden Verkaufszahlen. Dabei ist dieser Markt nicht nur von rasantem technischen Fortschritt geprägt, sondern auch von wesentlichen organisatorischen Neuerungen. Dies betrifft insbesondere die Vernetzung einer Vielzahl von kleinen, meist in Bürgerhand befindlichen Wind‐ und Sonnenkraftwerken mithilfe digitaler Technologien, die es den Mitgliedern solcher „Plattfomen“ bzw. communities ermöglichen, ihren selbst erzeugten Strom ohne die etablierten Energiekonzerne untereinander zu teilen. Das hier skizzierte Forschungsvorhaben möchte an diesem Beispiel das Zusammenspiel der (kollaborativen) Entwicklung technischer und organisatorischer Innovationen genauer ergründen und damit die mittlerweile gut etablierte Forschungsrichtung zu Sustainability Transitions um eine explizit ko‐evolutionär angelegte Studie erweitern. Anknüpfend an abgeschlossene Forschungsprojekte in der Arbeitsgruppe des Antragstellers (u.a. gemeinem mit Christian Baumeister, Franz Flögel, Johanna Dichtl) und eine nachweislich große Expertise im Bereich (Innovations‐)Finanzierung / (Geographie der) Finanzen wird das Projekt besonderes Augenmerk auf den Aspekt der Finanzierung richten, d.h. insbesondere die Verflechtung von Wissens‐ und Kapitalflüssen. Damit stößt das Projekt eine wohl dokumentierte Forschungslücke im Feld der sustainability transitions an (vgl. dazu insbesondere die kürzlich mit schönem Erfolg abgeschlossene Dissertation zu „sustainable finance“ von Johanna Dichtl). Methodisch wird sich das Projekt im Rahmen eines Mixed‐Methods‐Designs einerseits auf die (quantitative) soziale Netzwerkanalyse, andererseits auf qualitative, leitfadengestützte Experteninterviews stützen. Zentrales Produkt des Projekts ist ein wissenschaftlich fundierter, auch gut illustrierter konzeptioneller Rahmen, der den Aspekt der Finanzierung bzw. den Einfluss von Finanzinvestoren als zentrale Größe für Innovationen im Rahmen von sustainbility transitions integriert und in seinen komplexen Wirkungszusammenhängen ergründet. Damit liefert die Untersuchung eine Grundlage für weitere, nochmals verstärkt auf Repräsentativität ausgelegte Folgeforschungen.

Angaben zum Forschungsprojekt

Beginn des Projekts:Dezember 2017
Ende des Projekts:Juli 2018
Projektstatus:abgeschlossen
Projektleitung:Zademach, Prof. Dr. Hans-Martin
Beteiligte Personen:Käsbohrer, MSc Andrea
Lehrstuhl/Institution:
Finanzierung des Projekts:Intern/PROFOR
Projekttyp:Promotionsprojekt
Projekt-ID:2393

Publikationen

Liste der Veröffentlichungen auf dem Publikationserver KU.edoc der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
Eingestellt am: 17. Nov 2017 13:43
Letzte Änderung: 28. Okt 2020 13:37
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