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Forschungsprojekt ::
Erfassung der psychischen Befindlichkeit und motivationalen Voraussetzungen von jugendlichen Flüchtlingen - Entwicklung eines nonverbalen Verfahrens

Projektbeschreibung

Entwicklung und Validierung eines nonverbalen Verfahrens zur Messung der psychischen Befindlichkeit und motivationalen Voraussetzungen von jugendlichen Flüchtlingen

Ziel des Projekts
Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines nonverbalen Fragebogens zur Erfassung der dynamisch-motivationalen Voraussetzungen und Persönlichkeitseigenschaften von jugendlichen Geflüchteten.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren kann dieser Fragebogen sprachfrei bearbeitet werden, indem keine verbalen Aussagen oder Fragen, sondern Bilder eingesetzt werden. Dies bietet nicht nur die Möglichkeit, den Fragebogen unabhängig von der Muttersprache eines Jugendlichen zu verwenden, sondern sogar Analphabeten zu untersuchen.
Standardisiertes psychologisches Testverfahren
Zudem erfolgen die Bearbeitung und die Auswertung des Fragebogens computerbasiert, weshalb eine große Anzahl von jungen Flüchtlingen diesen ausfüllen kann. Für die Durchführung, Ergebnisinterpretation und das Feedback an die Testpersonen sind dagegen Schulpsychologen/-innen und Beratungslehrkräfte mit psychologischer Vorbildung geeignet, nachdem diese eine Schulung durch die Projektmitarbeiter durchlaufen haben.
Gestaltung des Fragebogens
Für jedes Item werden zwei Bilder produziert, welche entgegengesetzte Pole einer Variable bilden. Die Testperson kann dann mithilfe eines Reglers auf einer Skala ausdrücken, welches der Bilder seiner/ihrer Persönlichkeit mehr entspricht.
Zu erfassende Konzepte
Die Konzepte, die dabei erfasst werden sollen, stammen aus dem Bereich „Umgang mit Leistung“ (Leistungsmotivation, Misserfolgstoleranz), aus einem mit psychischer Gesundheit assoziierten Feld (emotionale Stabilität/ Belastbarkeit, Selbstwirksamkeitserwartung, psychische Befindlichkeit), aus der Verhaltenssteuerung (Besonnenheit, Impulsivität) und aus dem sozialen Bereich (Erleben sozialer Unterstützung, Beziehungsorientierung) sowie aus Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit.
Vorgehen
Die Validierung und Normierung wird in einer dreistufigen qualitativ-quantitativen Untersuchung erfolgen: Zunächst werden die Iteminhalte theoriebasiert abgeleitet und in Zusammenarbeit mit einem Grafiker von einem Expertenteam  diskutiert, bevor die Bilditems dann in qualitativen Interviews mit Schülern auf ihre Bedeutungsäquivalenz hin überprüft werden. Im zweiten Schritt erfolgt dann die Validierung, indem Vergleiche mit Fremdbeurteilung und anderen Fragebögen angestellt werden, sowie das entwickelte Instrument an einer größeren Stichprobe von Schülern normiert wird. Abschließend wird das validierte Instrument an Berufsschulen gemeinsam mit Lehrkräften erprobt.

Angaben zum Forschungsprojekt

Beginn des Projekts:Februar 2017
Ende des Projekts:Januar 2020
Projektstatus:abgeschlossen
Projektleitung:Thomas, Prof. Dr. Joachim
Beteiligte Personen:Pröller, Franziska
Al-Dawaf, Nadja
Lehrstuhl/Institution:
Finanzierung des Projekts:Begutachtete Drittmittel
Geldgeber:
  • Vereinigung bayerischer Wirtschaft
  • Stiftung Bildungspakt Bayern
Themengebiete:C Philosophie; Psychologie > CS Diagnostik
C Philosophie; Psychologie > CT Tests
Projekttyp:Auftragsforschung (Forschung und Entwicklung)
Projekt-ID:2312
Eingestellt am: 26. Sep 2019 09:59
Letzte Änderung: 03. Feb 2020 17:07
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