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Forschungsprojekt ::
Zusammenleben in der Stadt

Projektbeschreibung

Im Mittelpunkt des Projekts "Zusammenleben in der Stadt" steht die theoretische und empirische Analyse von Situationen, in denen Personen im Rahmen ihrer alltäglichen Handlungsvollzüge zusammentreffen. Dabei geht es um Situationen, in denen Personen sich auf Kosten anderer Vorteile verschaffen können, oder in denen sie anderen auf eigene Kosten Vorteile bereiten können. Die Aufgabe des Projekts besteht darin, das Handeln von Akteuren angesichts solcher Situationen zu erklären. Es werden zwei typische Situationen untersucht, nämlich Gelegenheiten, angesichts derer eine kriminelle Handlungsoption wahrgenommen wird bzw. besteht, und Notlagen, in denen sich andere befinden, und angesichts derer eine prosoziale Handlungsoption wahrgenommen wird bzw. besteht. Dabei werden im Rahmen einer handlungstheoretischen Analyse zwei Aspekte voneinander unterschieden: der Aspekt der Rahmung von Situationen, und der Aspekt der Ausführung bestimmter Formen sozialen Handelns. Das Projekt geht der Frage nach, a) welche Merkmale der sozialen Situation von Akteuren dazu führen, dass Ausschnitte der alltäglichen Erfahrung als kriminelle Gelegenheiten bzw. als Notlagen wahrgenommen und bewertet werden, und b) welche Merkmale dazu führen, dass angesichts einer bestimmten Definition der Situation kriminell bzw. prosozial gehandelt wird.

Eine erste Datenerhebung und Datenaufbereitung im Projekt "Zusammenleben in der Stadt" wurden im Zeitraum von März 2011 bis März 2013 am Institut für Soziologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte als postalische Befragung zu einem Erhebungszeitpunkt (Querschnittdesign) nach dem Vorbild der von Dillman (1978) entwickelten "Total-Design-Method".
Es folgten weitere Datenerhebungen im Rahmen des jährlichen Forschungspraktikums der Soziologie an der KU Eichstätt-Ingolstadt (Frühjahr 2014 Ingolstadt und München, Frühjahr 2016 Ingolstadt, Frühjahr 2017 Nürnberg, Frühjahr 2018 Bielefeld, Frühjahr 2019 Frankfurt, Frühjahr 2021 Bielefeld).

Das Projekt wurde aus Mitteln des Professorinnenprogramms, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiiert und von Bund und Ländern getragen wurde, finanziert.

Dateien

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Vorschau
Text (Methodendokumentation)
283kB

Angaben zum Forschungsprojekt

Beginn des Projekts:März 2011
Projektstatus:laufend
Projektleitung:Eifler, Prof. Dr. Stefanie
Lehrstuhl/Institution:
Finanzierung des Projekts:Begutachtete Drittmittel
Geldgeber:Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder
Schlagwörter:Soziologie des Alltags, Situation und Handeln, Definition der Situation, Framing, Gelegenheiten, soziales Handeln, kriminelles Handeln, prosoziales Handeln, Vignetten, Szenario-Techniken, Experiment, Split-Ballot
Themengebiete:M Politik; Soziologie
M Politik; Soziologie > MR Sozialwissenschaftliche Theorien und Methoden
Projekttyp:Grundlagenforschung
Projekt-ID:1965

Teilprojekte/Unterprojekte

Zu diesem Forschungsprojekt gibt es mehrere Teil- oder Unterprojekte.
ProjekttitelLaufzeitStatus
Alltagsleben in der Pandemie (Forschungspraktikum 2020/21) Oktober 2020 - September 2021 abgeschlossen
Handlungstheoretische Ansätze zur Erklärung von Kriminalität (Forschungspraktikum 2018/19) Oktober 2018 - September 2019 abgeschlossen
Werte und Kriminalität (Forschungspraktikum 2015/16) Oktober 2015 - September 2016 abgeschlossen
Normen und Sanktionen (Forschungspraktikum 2013/14) Oktober 2013 - September 2014 abgeschlossen

Publikationen

Liste der Veröffentlichungen auf dem Publikationserver KU.edoc der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
Eingestellt am: 09. Mai 2014 09:57
Letzte Änderung: 02. Dez 2021 12:42
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