Projektbeschreibung
Der Journalismus befindet sich in einer vielschichtigen Krise und steht vor enormen Herausforderungen. Da Journalismus untrennbar mit dem demokratischen Modell moderner Gesellschaften verbunden ist, hat eine Krise des Journalismus zwangsläufig problematische Auswirkungen auf die Gesellschaft. Vor diesem normativen Hintergrund stellen sich dringende Fragen: Welche Akteur:innen sind für die Zukunft des Journalismus von zentraler Bedeutung? Wer wird in den kommenden Jahren welche Standards und Maßstäbe für Qualitätsjournalismus setzen? Wie wollen sich diese Akteur:innen den Herausforderungen stellen? Hinzu kommen zentrale Fragen, die in der Forschung bisher kaum gestellt wurden. Nicht nur: Wie wird sich Journalismus in den nächsten Jahren entwickeln? Sondern auch: Wie sollte Journalismus idealerweise in zehn bis fünfzehn Jahren aussehen und wie kann dies erreicht werden?
Das Projekt wird alle Typen von Akteur:innen des professionellen Journalismus umfassen und erforschen, die für die Zukunft des Journalismus von zentraler Bedeutung sind – auch diejenigen, die nicht dem traditionellen Rollenbild entsprechen. Dazu wird das Konzept der „Agents of Transformation“ (AoT – „Agent:innen der Transformation“) theoretisch gefasst und empirisch untersucht. Es enthält eine Vielfalt von Akteur:innen und geht über institutionelle Hierarchien und Grenzen hinaus. Das Projekt konzentriert sich auf drei Hauptaspekte der AoT: (1) ihre Schlüsselmerkmale wie Hintergrund, berufliche Identität und Organisationsstruktur; (2) ihre Werte, Konzepte und Projekte und (3) ihre Visionen für die Zukunft des Journalismus.
Die Studie hat einen explorativen Charakter und arbeitet mit qualitativen Methoden: halbstrukturierte Interviews, qualitative Inhaltsanalyse und – als innovative Methode für die Journalismusforschung – Szenarioentwicklung mit einem spielerischen Ansatz, der aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen übernommen und für die Journalismusforschung fruchtbar gemacht wird. Das Projekt vergleicht international; es umfasst Deutschland, Österreich, Spanien und die Schweiz. Alle empirischen Schritte werden von den vier Forschungsteams parallel durchgeführt und ständig koordiniert. In einem ersten Schritt werden die Kategorien von AoT und die Bereiche des Wandels, denen sie zugeordnet werden können, identifiziert. Darauf aufbauend werden 120 Fallstudien von AoT durchgeführt. Um das strategische Potenzial von AoT für die Zukunft des Journalismus zu erkennen und weiter zu entwickeln, wird in der letzten Projektphase ein innovativer Ansatz der Aktionsforschung angewandt: AoT aus vier Ländern entwickeln mit dem Forschungsteam Szenarien, um vorherzusagen, wie Journalismus im Jahr 2040 aussieht, und um zu diskutieren, wie Journalismus dann idealerweise sein müsste und was die AoT dazu beitragen. Der Ansatz ist höchst innovativ: Es gibt kaum Studien, die nicht nur versuchen, einen Blick in die Zukunft zu werfen, sondern auch dazu beitragen, diese zu gestalten.
Angaben zum Forschungsprojekt
| Beginn des Projekts: | 1. November 2026 |
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| Ende des Projekts: | 31. Oktober 2029 |
| Projektstatus: | laufend |
| Projektleitung: | Meier, Prof. Dr. Klaus |
| Beteiligte Personen: | Körner, Maike Grütjen, Steffen Zacher, Veronika |
| Lehrstuhl/Institution: |
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| Finanzierung des Projekts: | Begutachtete Drittmittel |
| Geldgeber: |
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| Projektpartner: |
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| Schlagwörter: | Journalismus; Transformation ; Demokratie; Zukunft; Szenario |
| Themenfelder: | Transformation |
| Themengebiete: | A Allgemeines, Hochschulwesen; Bibliothekswesen; Umweltschutz; Journalistik > AP Medien- und Kommunikationswissenschaften, Kommunikationsdesign, Theater |
| Projekttyp: | Grundlagenforschung |
| Weitere URLs: | |
| Link zu Gepris: | https://gepris.dfg.de/project/563758245 |
| Fördernummer: | 563758245 |
| Projekt-ID: | 4135 |
Letzte Änderung: 04. Nov 2026 06:50
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