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Forschungsprojekt ::
Integrating Long- and Short-Term Dynamics in Global and Domain-Specific Self-Esteem

Eine Integration der lang- und kurzfristigen Dynamiken in globalem und domänen-spezifischem Selbstwert

Projektbeschreibung

Self-esteem is a key factor in psychological functioning, significantly affecting mental health, well-being, and social relationships. Structurally, researchers have distinguished global self-esteem, reflecting individuals’ overall self-worth, and domain-specific self-esteem, reflecting individuals’ self-worth linked to specific domains (e.g., social, performance, physical domain). Regarding a temporal differentiation, state self-esteem, reflecting momentary perceptions of self-worth, and trait self-esteem, reflecting relatively enduring perceptions of self-worth, have been studied. Findings on the interrelations of global and domain-specific self-esteem on the state and trait-level, however, are still either incomplete or inconclusive: On the state level, most research examined global state self-esteem and social feedback (e.g., perceived social in-/exclusion as self-esteem predictor). This narrow focus, however, has overlooked self-observations and social comparisons as potential additional sources of state self-esteem, experiences related to the other domains, and within-person processes in domain-specific state self-esteem. On the trait level, findings are still inconclusive as to whether global self-esteem has an impact on domain-specific self-esteem (top-down) and/or vice versa (bottom-up), and how state processes (e.g., variability, reactivities) feed into trait self-esteem and its development. Aiming to extend existing literature, this project integrates short- and long-term dynamics in global and domain-specific self-esteem to provide comprehensive insights on adult self-esteem functioning. We will employ innovative ambulatory assessment methods in two intensive longitudinal studies that implement joint assessments of both experience-sampling and end-of-day reports. Study 1 will serve as pilot study and will combine one burst of ambulatory assessments with two trait assessments. Study 2 will serve as the main study and will combine four bursts of ambulatory assessments with five trait assessments across three distinct samples and approximately 1 year. Using hierarchical linear modeling, this intensive longitudinal, multimethod approach will provide crucial integrative insights into how global and domain-specific state and trait self-esteem interact dynamically, offering a more nuanced and complete picture of self-esteem and its development in young adulthood. In conclusion, this project is timely and relevant as it centers around self-esteem, a core and consequential component of psychological functioning, and fills critical gaps in our theoretical understanding of self-esteem dynamics in daily life. These insights will not only advance theoretical understanding but also inform practical applications in counseling, psychotherapy, and self-esteem training programs.

Selbstwert ist ein Schlüsselfaktor für das psychische Funktionieren, mit erheblichem Einfluss auf mentale Gesundheit, Wohlbefinden und soziale Beziehungen. Strukturell wird zwischen globalem (allgemeinem) Selbstwert und domänenspezifischem Selbstwert, der sich auf verschiedene Domänen (wie Soziales, Leistung, Physisches) bezieht, unterschieden. In zeitlicher Hinsicht werden State-Selbstwert (momentaner Zustand) und Trait-Selbstwert (habituelle Tendenz) untersucht. Erkenntnisse über Zusammenhänge zwischen globalem und domänenspezifischem Selbstwert auf State- und Trait-Ebene sind bislang jedoch unvollständig oder uneindeutig: Viele Arbeiten zum State-Selbstwert adressierten globalen Selbstwert und soziales Feedback (z. B. Wahrnehmung sozialer Einbettung/Ausgrenzung als Selbstwertprädiktor). Weitere Quellen des Selbstwerts wie Selbstbeobachtung und soziale Vergleiche, tägliche selbstwertrelevante Erlebnisse außerhalb der sozialen Domäne sowie intraindividuelle Prozesse in domänenspezifischem Selbstwert wurden nur unzureichend erforscht. Auf Trait-Ebene bleibt unklar, ob sich globaler Selbstwert auf den domänenspezifischen auswirkt (Top-down) und/oder umgekehrt (Bottom-up), und wie State-Prozesse (z. B. Variabilität, Reaktivität) zur Entwicklung des Selbstwerts beitragen. Das vorliegende Projekt zielt darauf ab, kurz- und langfristige Dynamiken in globalem und domänenspezifischem Selbstwert zu integrieren, um umfassende Einblicke in die Selbstwertdynamiken und Selbstwertentwicklung Erwachsener zu gewinnen. Es werden zwei innovative, intensive Längsschnittstudien, die sowohl Experience Sampling als auch Tagebuch-Berichte umfassen, implementiert. Studie 1 dient als Pilotstudie und kombiniert eine Phase an State-Messungen mit einer initialen und einer abschließenden Trait-Messung. Die Hauptstudie kombiniert über drei unterschiedliche Stichproben hinweg je vier Phasen an State-Messungen, denen je eine Trait-Messung vorangeht und mit einer weiteren am Ende der letzten Phase nach einem Jahr abschließt. Dieser multimethodische Ansatz wird mit Hilfe hierarchisch linearer Modellierung der intensiven längsschnittlichen Daten entscheidende Erkenntnisse darüber liefern, wie globaler und domänenspezifischer State- und Trait-Selbstwert dynamisch interagieren, und so ein nuancierteres und vollständigeres Bild des Selbstwerts und seiner Entwicklung im jungen Erwachsenenalter liefern. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das vorliegende Projekt einen innovativen und relevanten Beitrag zu gegenwärtiger Selbstwertforschung liefern wird, indem es kritische Lücken im theoretischen Verständnis von Selbstwertdynamiken im täglichen Leben schließt. Diese Erkenntnisse werden nicht nur das theoretische Verständnis fördern, sondern auch praktische Anwendungen in Beratung, Psychotherapie und Programmen zu Selbstwerttrainings.

Angaben zum Forschungsprojekt

Beginn des Projekts:2026
Ende des Projekts:2029
Projektstatus:laufend
Projektleitung:Rentzsch, Prof. Dr. Katrin
Beteiligte Personen:Utesch, Prof. Dr. Katharina
Lehrstuhl/Institution:
Finanzierung des Projekts:Begutachtete Drittmittel
Geldgeber:Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Themengebiete:C Philosophie; Psychologie > CR Differentielle Psychologie (Persönlichkeitspsychologie)
Projekttyp:Grundlagenforschung
Link zu Gepris:https://gepris.dfg.de/project/583625416/4
Fördernummer:583625416
Projekt-ID:4041
Eingestellt am: 24. Jun 2026 14:20
Letzte Änderung: 21. Aug 2026 12:12
URL zu dieser Anzeige: https://fordoc.ku.de/id/eprint/4041/
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